Kanton Zug
Regionalgruppe für die Initiative gegen Massentierhaltung aktiv

Die neu gegründete Zuger Gruppe will die Menschen in ihrer Umgebung für die Tierwürde sensibilisieren.

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Das Kampagnenplakat für die Initiative gegen Massentierhaltung.

Das Kampagnenplakat für die Initiative gegen Massentierhaltung.

Bild: PD

(fae) Auch hierzulande werden Hühner, Schweine und Kühe unter unwürdigen Bedingungen gehalten, schreiben die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung. Zusammengepfercht, ohne Auslauf und oft in gesundheitlich fragwürdigem Zustand müssten die Tiere in der Massentierhaltung verweilen. Das zeige das Beispiel des Güggeli-Booms: «In den letzten Jahrzehnten ist der Konsum von Pouletfleisch rasant gestiegen, gleichzeitig nahm die Zahl der Geflügelbetriebe ab. Es ist in der Schweiz heute zulässig, bis zu 17 Hühner pro Quadratmeter zu halten. Das bedeutet etwa ein A4-Blatt Platz pro Huhn», so heisst es in der Mitteilung weiter.

Weil breite Teile der Bevölkerung nicht genügend über die Zustände in industriellen Tierbetrieben informiert seien, hat sich in Zug die Regionalgruppe der Initiative gegen Massentierhaltung zusammengefunden. In ihrer Umgebung werden die Mitglieder Missstände in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung thematisieren. Die Initiative gegen Massentierhaltung fordert, dass sich landwirtschaftliche Betriebe schrittweise umstrukturieren und Kühen, Schweinen und Hühnern u.a. regelmässiger Auslauf und wesentlich mehr Platz gewährt wird.

Diese Woche wurde das Gründungstreffen der Regionalgruppe abgehalten. Zur Sicherheit fanden sich die Mitglieder der Gruppe nicht physisch, sondern über eine Videokonferenz ein. Die Mitglieder sind motiviert, in Zug aktiv zu werden. Gründungsmitglied Nicolas Burnier sagt: «Die Tierwürde wird in der Massentierhaltung systematisch verletzt. Um die Anliegen der Initiative in unserer Region bekannt zu machen, starten wir die Regionalgruppe Zug.» In den kommenden Monaten will die Gruppe Aktionen organisieren und Leute vor Ort zum Thema ansprechen.

Interessierte können sich direkt auf der Webseite zur Initiative gegen Massentierhaltung unter www.massentierhaltung.ch informieren. Dort kann auch ein Fahnenset zur Unterstützung bestellt werden.