GoEasy-Arena
Der Tatbeweis muss nun erbracht werden

Roman Huber
Roman Huber
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Die Betreiberin der «Go Easy»-Arena ist konkurs.

Die Betreiberin der «Go Easy»-Arena ist konkurs.

Foto Wagner

Nach dem Konkurs der Betreiberin des Siggenthaler Hallensportzentrums Go Easy werden gegenseitige Vorwürfe laut. Ob Misswirtschaft oder zu grosse Versprechungen oder beides: Wie die im Vorfeld schon hoch gelobte, vom Kanton mit vier Millionen subventionierte und von der Stadt Baden mit einer Million per Darlehen unterstützte «Go Easy»-Arena derart massiv in die roten Zahlen eintauchen konnte, hinterlässt doch einige Fragen.

Man darf nun gespannt auf die Arbeit von Beat Anliker sein, Chef der Go Easy Freizeit & Event AG und Initiant des Sportzentrums. Mit der Übernahme der operativen Führung muss der umtriebige Geschäftsmann selber in die Hosen steigen und den Tatbeweis erbringen und die Arena wieder in die schwarzen Zahlen führen. Dank des breit abgestützten Finanzpolsters mit seiner Aktiengesellschaft und weiteren Firmen wird der Mehrheits-Eigentümer die Durststrecke zweifellos überwinden.

In einem Punkt dürfte Anliker aus der Affäre gelernt haben: Bei der Auswahl einer Firma für den operativen Betrieb kann man nicht genug sorgfältig sein. Dies nicht nur, weil das Go Easy für den ehemaligen Handballspieler und -trainer Anliker quasi zum Herzstück gewachsen ist, sondern weil er auch gegenüber Kanton und Stadt Baden als Geldgeber in der Verantwortung steht. Und insofern ist es nicht mehr als ein Gebot der Stunde, wenn sich jetzt Stadt und Kanton künftig die Erfolgszahlen regelmässig rapportieren lassen würden. Denn so viel ist klar: Es wäre jammerschade, wenn die «Go Easy»-Arena dem Sport und der Region wieder verloren ginge.