Polemik

Film ab – und zwar in einem!

Alexandra Fitz
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Pause im Kinosaal: In der Schweiz normal, in anderen Ländern nicht.

Pause im Kinosaal: In der Schweiz normal, in anderen Ländern nicht.

Keystone

Im Kino versucht man, alles noch schnell zu erledigen, bevor der Film losgeht. Man rennt auf die Toilette, steht für Nachos und Popcorn an, und bequatscht mit der Begleitung noch schnell alles Wichtige, während man sich abwechslungsweise die Snacks – die meist bei der Titelmusik schon alle sind – reinstopft. Der Film geht ja gleich los und dann rufen sie alle «Pssst!» Man macht es sich bequem, gibt sich der Handlung hin. Dann geht das Licht an. Pause. Für was? Schon wieder zur Kasse pilgern und Ungesundes kaufen?

Zugezogene wundern und nerven sich, dass es in vielen Schweizer Kinos Pausen gibt. Sie haben recht: 1. Gehen wir doch gerade ins Kino, um der Werbung bei TV-Filmen zu entfliehen. 2. Geht das Licht immer genau bei der spannendsten Szene an. 3. Ist das Kinobillett sowieso schon frech teuer (gerne mal 19 Franken). 4. Werden die Filme immer länger, da will man doch gerade unter der Woche nicht noch mehr Zeit vergeuden, bis man endlich heim ins Bett kommt. Etwas Gutes hat die Pause: Man kann die Zeit nützen, um über solche Unstimmigkeiten nachzudenken und sich aufregen, dann gehts auch ratzfatz weiter.