Wimbledon-Sieg
Roger Federer ist ein unbezahlbarer Botschafter für die Schweiz

Patrik Müller
Patrik Müller
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 Roger Federer hat zum achten Mal Wimbledon gewonnen - damit ist er neu alleiniger Rekordhalter beim Rasenturnier in Wimbledon.
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 Der Final gegen Marin Cilic war sein 102. Spiel auf dem heiligen Rasen von Wimbledon - damit hat er die Bestmarke von Jimmy Connors egalisiert.
 Bei 91. Einzelsiegen in Wimbledon steht Roger Federer nun - damit hat er Jimmy Connors' Rekord übertroffen.
 Er hat in Wimbledon sein 19. Grand-Slam-Turnier gewonnen - und damit seinen eigenen Rekord weiter ausgebaut.
 Drei weitere Rekorde: Roger Federer zog zum 50. Mal in den Viertelfinal eines Grand-Slam-Turniers ein...
Roger Federer Wimbledon Rekorde
 ...und zum 29. Mal in den Final.
 Es war Federers elfter Final in Wimbledon - so viele Endspiel-Teilnahmen am selben Grand-Slam-Turnier kann kein anderer vorweisen.
 Zudem bestritt Roger Federer 2017 in Wimbledon sein 70. Major-Turnier - und hat damit die Rekordmarke des Franzosen Fabrice Santoro egalisiert.

Roger Federer hat zum achten Mal Wimbledon gewonnen - damit ist er neu alleiniger Rekordhalter beim Rasenturnier in Wimbledon.

Keystone

Roger Federer mal jubelnd, mal gerührt: Grossformatige Fotos des Tennis-Champions zierten nach seinem achten Wimbledon-Sieg die Titelseiten fast jeder Zeitung der Welt. Die «New York Times» zeigte ihn gleich achtmal, die deutsche «Bild» brachte ein Foto seiner Familie. Und immer heisst es: «The Swiss», «der Schweizer». Für viele Menschen rund um den Erdball ist Roger Federer der einzige Schweizer, den sie kennen. Die Schweiz, das ist für sie Federer. Und Federer ist die Schweiz.

Seine sportliche Genialität wird auch in seiner Heimat ausreichend gewürdigt, nicht aber, wie bedeutend Federer als helvetischer Image-Träger ist. Für den Tourismus ist Federer unbezahlbar. In Wimbledon sagte er: «Wer nicht weiss, was er im Sommer tun soll: Die Schweiz ist schön, sie ist der Ort, wo man hinmuss!» Solche Sätze sind mehr wert als die Millionen-Kampagnen von Schweiz Tourismus. Ebenso, wenn Federer über die sozialen Medien Bilder aus dem Appenzellerland postet und von seinem Wandererlebnis schwärmt. Dass man diesen Wert hierzulande gewaltig unterschätzt, zeigt ausgerechnet die Tourismusorganisation aus Federers Herkunftsgegend: Bei Basel Tourismus zählt er, im Gegensatz zum FCB, nicht zu den «17 Gründen, Basel zu lieben».

Der Federer-Effekt geht weit über den Fremdenverkehr hinaus. Politiker, die sich wegen Schwarzgeld, Bankenskandalen oder Minarettverbot um den Ruf der Schweiz sorgen, können beruhigt sein. Solche Negativschlagzeilen sind flüchtig. Roger Federer aber bleibt. Der Mister Perfect ist die Image-Lebensversicherung eines ganzen Landes.