Kommentar
Airbnb ist das Uber der Hotellerie

Samuel Hufschmid
Samuel Hufschmid
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Thinkstock

Die Basler Politik hat sich gegen den US-Fahrvermittlungsdienst Uber eingeschossen. Sechs Anfragen zum Thema sind seit 2015 im Grossen Rat eingegangen, die Gewerkschaft Unia führt eine Kampagne gegen «Dumping Uber» und erste Taxifahrer sind sogar handgreiflich geworden gegen ihre ungeliebten Konkurrenten.

Airbnb hingegen steht hierzulande kaum in der Kritik, und wenn, dann höchstens, weil Wohnraum verteuert wird. Dabei dürfte der Wohnungsvermittlungskonzern mit seinem Modell ebenso viele Arbeitsplätze in der Hotelbranche eliminieren. Und er zahlt genau so wie Uber weder Steuern noch Sozialabgaben für seine Pseudo-Angestellten.

Es scheint, als fehle es den Köchen, Putzfrauen, Empfangsdamen und Gepäcksträgern dieser Stadt an einer starken Lobby, ganz im Gegensatz zu den Taxifahrern. Oder aber: Beim Kampf gegen Uber handelt es sich nur um ein bereits verlorenes Scheingefecht auf dem Weg zur neuen wirtschaftlichen Weltordnung mit prekären Jobs und milliardenschweren Vermittlungsplattformen.