Kommentar
Für den Stadtpark im Grünen auf der Insel

Ein grüner Stadtpark für das Dreiland bei Basel - die Idee der ETH-Studenten ist bestechend. Für verdichtetes Bauen könnte das frei werdende BASF-Gelände genutzt werden.

Peter Schenk
Peter Schenk
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Drei neue Brücken zeigt das Modell. Die erste ganz unten verbindet den Novartis Campus mit Kleinbasel, die zweite von unten Kleinhüningen mit Frankreich, die dritte das Dreiländereck mit Weil.

Drei neue Brücken zeigt das Modell. Die erste ganz unten verbindet den Novartis Campus mit Kleinbasel, die zweite von unten Kleinhüningen mit Frankreich, die dritte das Dreiländereck mit Weil.

Kenneth Nars

Grün und nur grün soll sie werden, die neu gestaltete Klybeckinsel. Ich finde die Idee der ETH-Studenten bestechend: ein Stadtpark für das Dreiland. Viel Natur statt Wohnen und Arbeiten, Skateranlage, Wagenplatz und alternative Zwischennutzungen. Das Projekt erinnert mich an die Rheininsel beim Altrhein, zu der man über das Stauwehr bei Märkt kommt. Dort wird ja gerade das Naturschutzgebiet der Petite Camargue Alsacienne erweitert. Rheinhattan sollte allerdings vor allem einen hohen Freizeit- und Nutzungswert für die trinationale Stadtbevölkerung haben: ein Park zum Baden, Grillieren, Volleyballspielen und mehr.

Natürlich ist diese Idee eine Utopie und eine Provokation. Aber spricht das deshalb gegen sie – zumal laut Regierungsrat Hans-Peter Wessels 55 Millionen Franken im Mehrwertabgabefonds liegen, der für die Aufwertung von Grünflächen reserviert ist? Wo wäre das Geld besser angelegt? Gerne auch würde ich die übrigen Arbeiten der ETH-Studenten in der Ausstellung im Lichthof sehen. Die Halbinsel-Idee finde ich spannend. Bisher hat ETH-Professor Girot noch keine Antwort aus Basel für sein Angebot erhalten, sie ins Baudepartement zu bringen. Die Ausstellung dauert noch bis zum 22. Mai. Da wäre eine schnelle Zusage nötig. Ist das zu viel verlangt?

Ich finde, der Kanton sollte die Idee einer grünen Klybeckinsel weiterverfolgen. Weil er natürlich auch dringend Wohnungen benötigt, bin ich dafür, das frei werdende BASF-Gelände für verdichtetes Bauen zu nutzen. Auf engem Raum hier Natur und dort Beton – das ist die Lösung.

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