Kommentar

Qualvoller Frieden

Patrick Marcolli
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Gemäss Direktor Marc Fehlmann muss das Historische Museum auf Ausstellungen verzichten. (Archivbild)

Gemäss Direktor Marc Fehlmann muss das Historische Museum auf Ausstellungen verzichten. (Archivbild)

Roland Schmid

Heisst es im Fussball, der Präsident stehe hinter seinem Trainer, so ist klar: Der Rauswurf folgt bestimmt. Und bald. Die kürzlich erfolgte Meldung, die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann vertrage sich wieder mit dem Direktor des Historischen Museums, geht in dieselbe Richtung. Marc Fehlmann hat, neben seinen unbestrittenen Verdiensten als querdenkender Ausstellungsmacher, zu viel Geschirr zerschlagen – innerhalb und ausserhalb des Museums. Das Ende seiner kurzen Ära ist absehbar. Die Verlängerung wird für alle Seiten qualvoll. Sie ist allein arbeitsrechtlichen und wahltaktischen Überlegungen geschuldet.

Das Museum steht also wieder einmal vor einem Neuanfang. Es braucht eine Direktorin oder einen Direktor mit Fachwissen, höchster Sozialkompetenz und der nötigen Härte, um das Personal, das sich mit seinen öffentlichen Unmutsbekundungen unglaubwürdig gemacht hat, wieder auf Linie zu bringen. Und es braucht im Präsidialdepartement eine Führung, die dies mit Klarheit und Entscheidungsfreude stützt. Hier können die Stimmberechtigten in einem Jahr ein Wörtchen mitreden.