Corona-Virus

Beschliessen und umsetzen, bitte!

Am Sonntag gab der Kanton bekannt, dass auch Kindertagesstätten den «regulären Betrieb» ab Dienstag einstellen müssen.

Balz Bruder
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Kitas dürfen nur noch einen Notfallbetrieb anbieten.

Kitas dürfen nur noch einen Notfallbetrieb anbieten.

Thomas Ulrich

Machen wir uns nichts vor: Es wäre vermessen gewesen, zu glauben, innert 48 Stunden könnte ein perfekter Alternativbetrieb für die bis auf weiteres geschlossenen Schulen auf die Beine gestellt werden. Und trotzdem: Sehr hilfreich war nicht, was die Solothurner Regierung auf die Schnelle zu bieten hatte. Und so traten am Wochenende die Verbände der Einwohnergemeinden und der Schulleitenden in Aktion. Zum Glück, muss man sagen. Zwar bleibt das Behelfsmässige die Kunst der Stunde, doch es gibt nun über die Art und Weise, wie Lehrer- und Schülerschaft im Verbund mit den Eltern die nächsten Tage «managen», erste Anhaltspunkte. Weitere werden folgen müssen.

Nicht einfacher macht die Lage die am Sonntag vom Kanton verbreitete Mitteilung über die zusätzliche Schliessung von Kindertagesstätten und Horten – Notfallbetrieb ausgenommen. Das ist das, was den geplagten Eltern und Kindern gerade noch gefehlt hat. Auch hier gilt: Schön, wenn der Staat verordnet, noch schöner, wenn er jenen, die er in die Pflicht nimmt, die Unterstützung zukommen lässt, die sie brauchen. Denn es geht um Eltern und Kinder, aber es geht auch um Arbeitnehmende und Arbeitgebende. Und darum, dass die Versorgung mit dem Lebenswichtigen gewährleistet bleibt. Und die Wirtschaft an einem äusserst kritischen Punkt nicht durch untaugliches Krisenmanagement kaputtgemacht wird. Die Regierung muss das Heft in die Hand nehmen und nicht bloss Beschlüsse aus Bern weiterreichen.

balz.bruder@chmedia.ch