Persönlich

Wohin damit?

Urs Mathys
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Die Maske im Auto transportiert.

Die Maske im Auto transportiert.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Wir tragen sie. Und die meisten von uns tragen sie mit Fassung: die Hygienemaske. Schliesslich soll sie nicht nur uns, sondern auch unsere lieben Mitmenschen vor einer Coronavirus-Ansteckung und weiteren nicht absehbaren Folgen bewahren. Seit einigen Tagen tragen wir sie auch, wenn wir im Restaurant zu unserem Tisch und davon wegmarschieren. Aber wohin mit der Maske, wenn man sich erst einmal zum Bier oder feinen Essen hingesetzt hat? Einfach auf den Tisch legen? Ein optisches und hygienisches No-Go! In die Hosentasche stecken? Zumindest hygienisch nicht über jeden Zweifel erhaben. Auf den Schoss legen? Dann fällt das Ding mindestens so oft zu Boden wie die Serviette. Mit dem Hammer im Restaurant einmarschieren und einen Nagel zum Aufhängen in die Tischplatte einschlagen? Da hat wohl der Wirt etwas dagegen. Die Gebiss-Dose von Oma umfunktionieren und als Behältnis auf den Tisch legen ...

Kurz: Die Herausforderung des «Wohin damit?» wird zu einer existenziellen Frage, auf die offensichtlich nicht so schnell eine allgemeingültige Antwort gefunden werden kann. Warum also führt das Bundesamt für Gesundheit nicht einen Wettbewerb durch? Mit einem gediegenen Restaurant-Besuch als erstem Preis? Mindestens der Wettbewerbsgewinner wüsste dann auf jeden Fall schon, wohin er mit seiner Maske muss.

urs.mathys@chmedia.ch