Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kommentar

Berufswahl: Eltern abholen

In diesem Jahr wechseln so viele Schüler ins Langzeitgymnasium wie noch nie zuvor. Beim Gewerbe sorgt dies für Kritik.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu

Jérôme Martinu

«Es wird heute ein viel grösserer Aufwand betrieben, auch mittelmässige Schüler ans Gymi zu bringen», sagt der Direktor des Luzerner KMU- und Gewerbeverbandes. 21 Prozent der Luzerner Primarschulabgänger wechseln heuer ins Langzeitgymnasium – so viele wie noch nie. Bisher waren es stets rund 19 Prozent.

Kein Wunder, dass die Zunahme der Gymnasialquote um über 10 Prozent beim Gewerbe für Kritik sorgt. Als Anbieter des gar international gelobten dualen Schweizer Ausbildungssystems haben die Lehrbetriebe ein existenzielles Interesse, auch möglichst viele starke Schüler in die klassische Berufsausbildung zu schicken.

Einen beeindruckenden Blick in die Zentralschweizer Berufsbildungswelt bietet unser heute beiliegendes, 64-seitiges Lehrabschluss-Supplement. Das Angebot bei den Berufslehren ist sehr breit und attraktiv, das geht bis hin zu sprachfördernden Auslandaufenthalten. Und wer sich etwa für die Berufsmatura entscheidet, dem öffnet sich ein ähnlich breites Feld wie mit der gymnasialen Matura. Und dennoch boomen die Gymnasien. Selbstkritisch müssen sich die Anbieter der Berufslehren also auch fragen: Geben wir der berufsbegleitenden Berufsmatura genügend Gewicht? Adressieren wir unsere Lehrstellenangebote richtig? Erreichen wir in genügendem Masse die Eltern der starken Schüler? Denn gerade auch die Erziehungsberechtigten müssen so direkt wie möglich über die Vorzüge der Berufslehre informiert werden

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.