Kommentar

Bleibt die Frage: Wie lange hält die Wirtschaft das durch?

Der Luzerner Regierungsrat hat Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise in der Wirtschaft präsentiert.

Dominik Weingartner
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Dominik Weingartner.

Dominik Weingartner. 

Es ist ein schwieriger Spagat, den die Exekutiven auf Bundes- und Kantonsebene in der Coronakrise leisten müssen. Auf der einen Seite steht die Gesundheit der Bevölkerung, auf der anderen stehen die Anliegen der Wirtschaft. Der Kanton Luzern hofft auf die Massnahmen des Bundes, die betroffenen Betrieben Liquidität sichern sollen. Selber Geld einsetzen will Luzern vorderhand nicht, auch wenn das andere Kantone vorgemacht haben. Das ist nachvollziehbar, blinder Aktionismus nützt niemandem etwas. Doch die Regierung muss die Lage genau beobachten und nötigenfalls entschlossen eingreifen – um das wird sie nicht herumkommen, sollte sich die Situation weiter verschlechtern.

Es bleibt die Frage, wie lange die Wirtschaft diesen Zustand durchhält. Ein Ende der Corona-Krise ist momentan nicht absehbar. Gesundheit der Bevölkerung und der Wirtschaft laufen zurzeit Hand in Hand. An eine Rückkehr zu einer prosperierenden Wirtschaft ist erst zu denken, wenn die Ausbreitung des Virus eingedämmt ist. Je schneller das geschieht, umso besser für alle. Doch das ist einfacher gesagt als getan.

An erster Stelle steht nun die Gesundheit der Bevölkerung. Irgendwann müssen die Leute aber auch wieder eine Perspektive auf ein normales Leben haben. Und dazu gehören auch Arbeit und Einkommen. Sind die einmal weg, ist der langfristige Schaden enorm. Bund und Kanton müssen alles daran setzen, damit das nicht passiert.