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Kommentar

Das ist das Ende des Alpenfirns

Ein Hochsommer allein macht noch keinen Gletscherschwund. Beim einstmals «Ewigen Eis» lässt sich die Erderwärmung aber am deutlichsten sehen. Eine gute Verteilung und effiziente Nutzung des Wassers tun not.
Bruno Knellwolf
Bruno Knellwolf, Redaktion Tagblatt (Bild: Urs Bucher)

Bruno Knellwolf, Redaktion Tagblatt (Bild: Urs Bucher)

Was haben wir geschwitzt diesen Sommer – im drittwärmsten seit Messbeginn im Jahr 1864. Da sind wir allerdings nicht die einzigen. Sehr viel Wasser haben auch die Schweizer Gletscher verloren, wie die gestern veröffentlichte Massenbilanz der Akademien der Wissenschaften zeigt. Rund zwei Meter an Eisdicke büssten die meisten Gletscher ein. Und hätte es im vergangenen Winter nicht übermässig viel geschneit, die Bilanz der Glaziologen wäre ohne diese weissen Reserven noch dramatischer ausgefallen. Auch so haben die Gletscher 1400 Millionen Kubikmeter verloren, das ist mehr als die Hälfte des Walensees.

Wetter und Klima dürfen zwar nicht verwechselt werden. Ein Hochsommer allein macht noch keinen Gletscherschwund. Beim einstmals «Ewigen Eis» lässt sich die Erderwärmung und deren massive Beschleunigung in den vergangenen zehn Jahren aber am deutlichsten sehen. Die Schweizer Gletscher haben in dieser Periode einen Fünftel ihres Volumens verloren. Kleinere Gletscher wie jener am Pizol sind verloren, sogar wenn wir heute mit dem Ausstoss von Treibhausgasen aufhören würden. Gletscher reagieren wie das Klima langsam auf Veränderungen. Mit Klimaschutzmassnahmen können wir den nächsten Generationen vielleicht noch die am höchsten gelegenen Teile der Alpengletscher bewahren. Trotzdem werden dort, wo bis anhin Gletscherbäche flossen, bald nur noch Steinwüsten in leeren Bachbetten zu sehen sein. Und während der durch Klimatologen angesagten häufigeren Hitzewellen wird es in Alpen-nahen Gebieten öfter zu Wasserknappheit kommen. Eine gute Verteilung und effiziente Nutzung des Wassers tun dann not und sollten schon im Fokus der Öffentlichkeit sein.

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