Der Krienser Stadtrat muss Vorstösse aus dem Parlament ernster nehmen

Die Motion zur Schulwegsicherheit beschert dem Stadtrat Mehraufwand. Diesen hätte er sich auch sparen können, wenn er dem Anliegen von Anfang an mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte.

Stefan Dähler
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Stefan Dähler

Auf mehreren Schulwegen in Kriens besteht bezüglich Verkehrssicherheit Handlungsbedarf. Das ist unbestritten. Ob nun deswegen ein Projektierungskredit für das ganze Stadtgebiet erarbeitet werden muss, ist aber diskussionswürdig. Nicht nur wegen der knappen Ressourcen. Sondern auch, weil in Kriens bereits Verkehrskonzepte bestehen, die auf ihre Umsetzung warten.

Doch der Stadtrat muss sich nicht wundern, wenn das Parlament ihn nun mit einer Motion gegen seinen Willen dazu verdonnert, einen Bericht und Antrag zu erarbeiten. Auf das ursprünglich vom Parlament überwiesene Postulat zum Thema reagierte er mit einem Bericht, der gerade mal zwei Seiten lang ist. Da ist es verständlich, wenn die Einwohnerräte sich nicht ernst genommen fühlen.

Zumal das kein Einzelfall ist. Immer wieder hat der Stadtrat in der Vergangenheit überwiesene Postulate mit einem kurzen Bericht abgehandelt. Das ist zwar angesichts der zahlreichen hängigen Vorstösse ein Stück weit verständlich. Doch darunter leidet das Vertrauen des Einwohnerrats in die Exekutive. Der neue Stadtrat sollte daher Vorstösse ernster nehmen. So kann er künftig die eine oder andere Extrarunde vermeiden.