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Kommentar

Der Nachtzug hat Zukunft

Die umweltbewusste Generation sucht nach Alternativen zum Fliegen. Das zeigt der Ansturm auf die Nachtzug-Angebote der SBB.
Dominik Weingartner
Dominik Weingartner.

Dominik Weingartner.

Übers Wochenende mal kurz nach Berlin jetten? Oder ein kleiner Shoppingtrip nach Paris? Solche «Ausflüge» gehören zur Normalität. Unsere Gesellschaft ist in den letzten Jahrzehnten extrem mobil geworden. Die offenen Grenzen in Europa haben das Reisen innerhalb des Kontinents erheblich erleichtert. Billig-Airlines haben Kurztrips für breite Gesellschaftsschichten erschwinglich und damit attraktiv gemacht.

Doch diese Errungenschaft hat ihre Schattenseiten. Der CO2-Ausstoss beim Fliegen ist enorm. Der ökologische Fussabdruck unserer modernen Wohlstandsgesellschaft ist noch immer sehr gross.

Der Widerstand gegen dieses umweltschädliche Verhalten manifestiert sich nicht zuletzt in den europaweiten Klimaprotesten von Schülerinnen und Schülern. Und doch: Auf das schnelle und vor allem günstige Reisen mag niemand so wirklich verzichten.

Gefragt sind attraktive Alternativen zum Fliegen. Kurzstreckenflüge können mit guten Zugverbindungen ersetzt werden, gerade auch mit Nachtzügen. Dafür müssen diese aber auch preislich dem Billigflieger konkurrenzieren können. Einschlafen in Luzern und aufwachen in Prag – der Nachtzug könnte das bevorzugte Verkehrsmittel der umweltbewussten Generation werden. Es ist darum zu begrüssen, dass die SBB in diesem Bereich ihre Aktivitäten ausbauen. Der Ansturm auf die Nachtzüge in diesem Sommer zeigt, dass ein Markt dafür vorhanden ist.

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