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Kolumne

Der Papagei als Partnervermittler

Arno Renggli

Es ist schon unglaublich, wie sehr unser Leben durch Zufälle geprägt wird. Mein jetzige Partnerin etwa, mit der ich zwei Kinder habe, lernte ich vor bald 16 Jahren kennen. Nicht etwa am Arbeitsplatz, wo man sich ständig über den Weg läuft. Oder durch den auf Kompatibilität getrimmtem Profilvergleich einer Dating-Plattform (doch, das gab es schon damals). Sondern wegen eines Papageis.

Das kam so: Ich war im KKL Luzern wegen eines weitläufigen Anlasses mit Hunderten von Leuten. Irgendjemand sagte mir, in einem der hintersten Räume habe es einen sprechenden Papagei. Nur weil mir gerade richtig langweilig war, ging ich gucken. Doch rund zehn Meter vor dem Papagei sah ich sie.

Immer lenkten solche Zufälle mein Leben in eine bestimmte Richtung. Ob ich daraus schliesse, dass unsere Entscheidungen darum weniger wichtig sind? Mitnichten! Es kommt darauf an, was wir aus der zufälligen Situation machen. Ich zum Beispiel habe damals auf den sprechenden Papagei gepfiffen.

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