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Kommentar

Bundesratswahl: Z'graggens Nomination sorgt für neue Ausgangslage

Die Nomination von Heidi Z'graggen eröffnet im Bundesratsrennen neue Perspektiven. Die Bundesversammlung sollte bei ihrer Wahl auch die Regionenfrage berücksichtigen.
Jérôme Martinu
Jérôme Martinu, Chefredaktor

Jérôme Martinu, Chefredaktor

Jetzt werden die Karten neu gemischt.Seit die CVP für die Bundesratswahl vom 5. Dezember überraschend ein doppeltes Frauenticket verabschiedet hat, ist erfreulicherweise nicht nur die Chance für eine dreifache Frauenvertretung in der Landesregierung erheblich gestiegen. Die Parlamentarier in Bern können auch ihr wahltaktisches Visier neu justieren. Dafür verantwortlich sind nicht die Politprofile der Kandidatinnen Karin Keller-Sutter (FDP, SG) und Viola Amherd (CVP, VS), sondern dasjenige der Regierungsrätin und Justizdirektorin Heidi Z’graggen (CVP). Die Urnerin ist, anders als der nun ausgeschiedene Ständerat Peter Hegglin (ZG), weit ins Mitte-links-Lager hinein wählbar.

Profilierter beim Umweltschutz, restriktiver in Migrationsfragen, defensiver in der Aussenpolitik: Hierin unterscheidet sich Z’graggen auffällig von der Walliserin Amherd. Gerade die wichtige Aussenpolitik könnte bei der Wahl den Unterschied ausmachen: Die Urnerin blickt skeptisch auf das Rahmenabkommen mit der EU. Und den umstrittenen UNO-Migrationspakt stützt sie nicht.

Mit der Nominierung Z’graggens ist ein echter Neustart erfolgt. Dies auch, weil die Regionenvertretung bis zur Wahl noch einiges zu reden geben wird: Im Wallis sind über 60 Prozent der Bevölkerung französischsprachig. Der Kanton kann damit mehrheitlich zur Romandie gezählt werden, und diese ist mit den Bundesräten Berset und Parmelin schon stabil vertreten. Die Bundesversammlung muss bei der Wahl also auch ganz bewusst und verantwortungsvoll die in der Verfassung festgeschriebene, «angemessene» Regionenvertretung gewichten. Auf die aktuelle Gemengelage gemünzt heisst das fürs CVP-Ticket: Zentralschweiz vor Wallis.

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