Theo Meckert

Ein Mauerfall

Toll, dass das Bipperlisi nun bis nach Oensingen fährt. Wenn es fährt ... fahren kann und nicht gerade nach einem Tête-à-Tête mit einem Auto auf offener Strecke verweilen muss. So wie diese Woche in der Stadt Solothurn.

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Gleich zweimal am Tag und erst noch an genau derselben Stelle. Immerhin, nicht mit dem demselben Auto, das war vom ersten Tätsch am Morgen auch gar nicht mehr zu gebrauchen. Ziemlich sicher war es auch ein anderer Fahrer. Ausser es war einer, der ausprobieren wollte, was er beim ersten Mal falsch gemacht hat. Nein, so war's nicht. Viel zu probieren gibt's an der Ecke Grimmengasse/Baselstrasse nicht. Entweder man hat Glück und es kommt kein Bipperlisi, oder man hat Pech. Die Mauer des Bischofssitzes sorgt dafür. Gut, man könnte die Scheiben runterlassen, genau hinhorchen und sich Millimeter um Millimeter an die Schienen herantasten. Man könnte auch aussteigen und sich ein wenig umschauen, ob die Luft rein ist. Oder man könnte den Herrn Bischof (für einmal nicht den Politiker) höflich darum bitten, etwas von seinem vielen Land abzutreten, damit man die Schutzmauer (unzutreffender Begriff) zurückversetzen kann. Geht aber wohl auch nicht, da an ihr eine Heiligenfigur ruht. Hoffentlich kommt an dieser verflixten Stelle nur nie ein Mensch zur ewgen Ruh. Schräg auf der andern Strassenseite präsentiert ein Grabsteingeschäft seine Kreationen. Novemberstimmung.