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Kommentar

Ermotti steht unter Erfolgszwang

UBS-Chef Sergio Ermotti geht ind die Offensive und kritisiert die Schweizer Regulierungspolitik heftig. Dabei sollte er sich als Erstes fragen: Was könnte er selber besser machen?
Daniel Zulauf
Daniel Zulauf, Wirtschaftsredaktor

Daniel Zulauf, Wirtschaftsredaktor

Aus Sergio Ermottis jüngster Regulierungskritik spricht ein Gefühl von Ohnmacht. 3,5 Milliarden Franken habe die UBS in den vergangenen fünf Jahren investiert, um den gestiegenen regulatorischen Anforderungen zu genügen.

Die Bank sei im Vergleich zur Krisenzeit deutlich kleiner und risikoärmer geworden. Das Too-big-to-fail-Problem sei längst gelöst. Trotzdem will die Schweiz die Bankenregeln weiter verschärfen. Dieser «Swiss Finish» werde, so Ermotti, vom Gütesiegel zur Belastung, und die Schweiz mutiere mit ihrem Finanzplatz vom Musterschüler zum gescheiterten Streber.

Das sind harte Worte eines Grossbankchefs, wie man sie lange nicht mehr vernommen hat. Ermotti steht unter Erfolgszwang. Der 59-jährige Tessiner hat viel gemacht, seit er Ende 2011 UBS-Chef wurde. Er hat neue Prioritäten für das Wachstum gesetzt. Doch davon ist dem Aktienkurs nichts anzusehen. Die Titel notieren gerade mal 6 Prozent höher als damals, und der Trend ist negativ.

Dass die Aktionäre Ermottis Bemühungen immer noch nicht honorieren – dafür gibt es viele Gründe. Die verschärfte Regulierung ist einer davon, aber nicht der einzige. Hochbezahlte Manager sollen und dürfen Politik und Regulatoren durchaus kritisieren, doch als Erstes sollten sie fragen: Was können sie selber besser machen?

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