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Kommentar

FC Luzern gegen GC: Tragischer Sieg für die Chaoten

Tiefpunkt im Schweizer Fussball: Die Partie FCL – GC wird abgebrochen, weil eine Gruppe Zürcher Ultras den Abstieg für eine Machtdemonstration missbraucht.
Jérôme Martinu

Die Chaoten klettern über die Abschrankung und fordern, dass die GC-Spieler die Dresses ausziehen, um das Versagen einzugestehen. Unverständlich: Statt die Idioten von Sicherheitskräften umringt stehen zu lassen, unterwerfen sich die GC-Verantwortlichen dieser auferzwungenen Demütigung. Die Spieler bringen dem Mob ihre Shirts.

Es ist schon das zweite Mal in dieser Saison, dass GC-Ultras einen Spielabbruch verursachen. Am Sonntag in Luzern war die Bedrohungslage derart kritisch, dass seitens des FCL richtigerweise erstmals die Polizei in Vollmontur ins Stadion geholt wurde.

Der Schaden ist immens. Für die beteiligten Vereine, Spieler, den ganzen Schweizer Fussball. Für die über 10'000 unbeteiligten Fans und Sponsoren, die sich so was für ihr Eintrittsgeld gefallen lassen müssen. Und für die Steuerzahler, die hohe Polizeikosten mitberappen.

Es gibt nur Verlierer – mit einer Ausnahme, und das ist die maximale Tragik: Die Chaoten sind die Sieger. Sie haben erreicht, dass das Spiel abgebrochen wird. Kann man solche Auswüchse wirklich weiterhin tolerieren? Nein! Zuerst in der Pflicht sind die Verursacher – Fussballverband und Klubs. Lösungsansätze: Die Gästesektoren in den Stadien können nur mit Identitätskontrollen betreten werden, so wie im Eishockey. Hochrisikospiele ohne Gästefans durchführen. Nie auf Erpressungen eingehen. Und eingreifen, wenn Hooligans die Spielfelder entern. Denn wer diese Grenze überschreitet, hat in einem Stadion nie mehr etwas verloren.

Szenen, die nicht zum Fussball gehören sollten: GC-Fans stürmen von den Rängen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)Szenen, die nicht zum Fussball gehören sollten: GC-Fans stürmen von den Rängen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
Doch es wurde auch Fussball gespielt – und da war der FC Luzern heute für GC zu stark. Hier bejubeln Idriz Voca, Blessing Eleke und Ruben Vargas das Tor zum 1:0. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)Doch es wurde auch Fussball gespielt – und da war der FC Luzern heute für GC zu stark. Hier bejubeln Idriz Voca, Blessing Eleke und Ruben Vargas das Tor zum 1:0. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)
Luzerns Ruben Vargas (links) im Laufduell mit Cedric Zesiger. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Luzerns Ruben Vargas (links) im Laufduell mit Cedric Zesiger. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Später freute sich Vargas über seinen Treffer zum 2:0. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Später freute sich Vargas über seinen Treffer zum 2:0. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Euclides Cabral schirmt den Ball gegen Luzerns Otar Kakabadze ab. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)Euclides Cabral schirmt den Ball gegen Luzerns Otar Kakabadze ab. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)
Yoric Ravet zeigt sich konsterniert. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Yoric Ravet zeigt sich konsterniert. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
In der 68. Minute begann dann das unrühmliche Ende des Rekordmeisters, als ein Teil ihrer Anhänger von den Rängen stürmten. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)In der 68. Minute begann dann das unrühmliche Ende des Rekordmeisters, als ein Teil ihrer Anhänger von den Rängen stürmten. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
Polizisten reagierten und sicherten das Spielfeld. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Polizisten reagierten und sicherten das Spielfeld. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Der GC-Torhüter Heinz Lindner versuchte, die Fans zu beruhigen – jedoch ohne Erfolg. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)Der GC-Torhüter Heinz Lindner versuchte, die Fans zu beruhigen – jedoch ohne Erfolg. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
Gepanzerte Polizisten auf dem Grün der Swissporarena. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Gepanzerte Polizisten auf dem Grün der Swissporarena. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
GC-Trainer Uli Forte muss zusehen, wie GC-Anhänger den Abstiegs seiner Equipe besiegelten. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)GC-Trainer Uli Forte muss zusehen, wie GC-Anhänger den Abstiegs seiner Equipe besiegelten. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Schiedsrichter Alessandro Dudic entschied sich schliesslich, das Spiel abzubrechen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)Schiedsrichter Alessandro Dudic entschied sich schliesslich, das Spiel abzubrechen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)
Die Sicherheitskräfte stellten sich vor dem Gästesektor auf. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)Die Sicherheitskräfte stellten sich vor dem Gästesektor auf. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
13 Bilder

FCL-Torreigen, ein verschossener Elfmeter und stürmende GC-Fans

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