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Kommentar

Fortpflanzung ohne Sex: Die Regeln in der Schweiz sind willkürlich

Dank neuer Technologien können Frauen ihren Kinderwunsch auf später verschieben. Doch es geht nicht nur um das Bedürfnis der Frau, sondern auch um das Kinderwohl.
Raffael Schuppisser

Die Antibabypille machte Sex ohne Fortpflanzung möglich. Seit den 60er-Jahren ist die Familienplanung nicht mehr gottgegeben, sondern von Menschen bestimmt. Nun befinden wir uns mitten in einer neuen Ära: Fortpflanzung ohne Sex. Das ermöglicht die Entwicklungen der Reproduktionsmedizin. Dazu gehört auch das sogenannte Social Freezing: Frauen können ihre Eizellen einfrieren lassen und sie auch dann für eine Schwangerschaft nutzen, wenn sie biologisch bereits unfruchtbar sind. Diese Technologien sind zu begrüssen, sie fördern die Autonomie des Menschen. Social Freezing hilft Frauen, die während ihrer fruchtbarsten Zeit noch auf den richtigen Partner warten oder ihren Kinderwunsch auf später verschieben wollen.

Doch es geht nicht nur um das Bedürfnis der Frau, sondern auch um das Kinderwohl. Deshalb bedarf es klarer Gesetze. Die Regeln in der Schweiz sind allerdings willkürlich. So dürfen Eizellen nur zehn Jahre eingefroren werden – weshalb viele Frauen auf das Ausland ausweichen. Sinnvoller wäre es, wenn man diese Limite durch eine Altersgrenze für Frauen bei der Verwendung der Eizellen ersetzen würde, wie es in vielen europäischen Ländern der Fall ist. So könnten die Eizellen dann entnommen werden, wenn sie sich biologisch am besten für die Fortpflanzung eignen.

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