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Kommentar

Unser Sonntagstitel feiert das 10-Jährige

Liebe Leserinnen und Leser, wie unglaublich schnell doch ein Jahrzehnt vergehen kann. Am 7. September 2008, also vor genau zehn Jahren und zwei Tagen, ist sie zum ersten Mal erschienen: Die «Zentralschweiz am Sonntag».
Jérôme Martinu, Chefredaktor «Luzerner Zeitung» und Regionalausgaben

Das 10-Jährige unserer Sonntagsausgabe ist ein guter Moment, um Ihnen für Ihre Treue und Unterstützung herzlich zu danken. Natürlich, das LZ-Medienhaus war nicht der erste Zeitungsverlag, der mit einem Sonntagstitel auf den Markt gelangte. Das Unterfangen entsprechend nicht ohne Risiko. Aber die «Zentralschweiz am Sonntag» war der erste Sonntagstitel, der konsequent das Geschehen in der eigenen Region ins Zentrum stellte. Die damalige Überzeugung, dass es in unserer Leserschaft ein Bedürfnis für sonntäglichen Regionaljournalismus gibt, hat sich durchaus bestätigt.

Der Alltag hat sich beschleunigt seither, die Welt ist noch komplexer, mobiler, digitaler geworden. Das mag ein Grund sein, weshalb Erinnerungen an Geschehnisse erstaunlich rasch an Schärfe verlieren. Anfang September 2008 siegt Roger Federer beim US-Open, Wirbelstürme in der Karibik fordern Hunderte von Toten, und es tobt die globale Finanzkrise. In den USA fallen grosse Investment- und Hypothekenbanken wie Kartenhäuser zusammen.

Was prägte hierzulande die Debatte? Die Affäre Roland Nef. Bundesrat Samuel Schmid – von seiner Partei SVP kaltgestellt – hatte den Armeechef (zu) lange gedeckt, bei dessen Ernennung weder Bundesrat noch Öffentlichkeit über ein laufendes Strafverfahren informiert. Und weil auch Eveline Widmer Schlumpf mit ihrer Partei bricht und in die BDP wechselt, ist die SVP nach der Blocher-Abwahl 2007 nicht mehr im Bundesrat und fährt einen ausgeprägten Oppositionskurs. In der ersten Ausgabe unserer Sonntagsausgabe stellt Bundespräsident Pascal Couchepin (FDP) fest: «Das Klima in den Medien, in der Öffentlichkeit und unter den Politikern ist viel schlechter geworden. Es ist vergifteter, das ist nicht gut.»

Die Aussage hat nach wie vor ihre Gültigkeit. Nichts Neues also 2018? Nun, zumindest die Medienwelt ist in den letzten zehn Jahren alles andere als stehen geblieben. Die Zeitungsbranche ist inzwischen schwer unter wirtschaftlichem Druck, die Konsolidierung schreitet voran. Die so wichtigen Inserateeinnahmen schmelzen weg, um 10, 12 Prozent pro Jahr. Die Giganten Google und Facebook nehmen inzwischen geschätzte 50 Prozent der Schweizer Werbeerträge ein, Tendenz steigend. Ich will offen sein: Wir Zeitungsmacher stehen vor einer ungewissen Zukunft. Wir sind nach wie vor überzeugt vom Wert des gedruckten Wortes, von der Wichtigkeit der klassischen Zeitung. Für diese Überzeugung sprechen auch die stabilen Leserzahlen. Die Zahl der Abos sinkt indes. Pointiert ausgedrückt: Alle wollen uns lesen, aber immer weniger wollen dafür bezahlen. Wir schauen vorwärts, stellen uns der Medienrealität. Und die ist zunehmend digital. Darum machen wir überzeugt Print und Online. Regional geprägt und mit dem gleichen, hohen Qualitätsanspruch. Sie dürfen sich gerne ein Bild von der medialen Zukunft machen, lesen Sie uns auch auf www.luzernerzeitung.ch

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