Kommentar

Kein perfekter Abgang von Nico Siegrist beim SC Kriens

Nico Siegrist verlässt den SC Kriens. Der Stürmer wechselt per sofort zum SC Cham und spielt die Saison nicht in der Challenge League zu Ende – das stösst auf Kritik.

Turi Bucher
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Turi Bucher.

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«Enttäuscht» sei er, sagt Bruno Galliker, der Geschäftsführer und Sportchef des SC Kriens. Denn diese Woche musste er den Wegzug des SCK-Stürmers Nico Siegrist vermelden. «Nico hat fussballerisch und menschlich zu uns gepasst.»

Einen unschönen Beigeschmack hat der Abgang von Torgarant Siegrist allerdings. Siegrist wird nicht mal mehr die restlichen 13 Spiele der laufenden Saison für Kriens bestreiten. Er schliesst sich per sofort dem SC Cham (Promotion League) an. Das Krienser Publikum liebt(e) Siegrist – dieser wiederum betonte immer wieder, wie er die kollegiale, ja familiäre, romantische Atmosphäre in Kriens genoss. Nun ja, auch auf dem Kleinfeld musste die Fussball-Romantik ein Stück weit der Professionalisierung weichen.

Verärgerte Reaktionen darauf, dass Siegrist die Saison in Kriens nicht mehr zu Ende spielt, gab und gibt es einige. Sie sind durchaus nachvollziehbar. Siegrist begründet seinen sofortigen Abgang damit, dass er in Cham als Leaderfigur erwartet wird und deshalb beim Zuger Verein die komplette Saisonvorbereitungsphase mit seinen neuen Kameraden absolvieren möchte. Aber auf der anderen Seite stehen fünf herausragende Jahre in und die von Siegrist selber immer wieder betonte Liebe zu Kriens. Da bleibt bei diesem abrupten Abgang schon etwas Unverständnis zurück. Denn: Vorbereitungsphase hin oder her – Siegrist wird in Cham so oder so eine Leaderfigur sein.