Kommentar

Kleinsparer gilt es zu schützen, darum muss die Zugerberg Finanz mit mit ihrem neuen Anlageprodukt wachsam bleiben

Der Vermögensverwalter Zugerberg Finanz lanciert ein neuartiges Anlageprodukt für Kleinsparer. Er leistet damit Pionierarbeit – muss aber auch wachsam bleiben.

Gregory Remez
Drucken
Teilen
Gregory Remez, Stv. Ressortleiter Wirtschaft.

Gregory Remez, Stv. Ressortleiter Wirtschaft.

Wer mit seinem Kapital eine anständige Rendite erzielen will, kommt dieser Tage um Aktien nicht herum. Bisher gab es dabei vor allem zwei Optionen: Einzeltitel oder Anlagefonds. Nun lanciert die Zugerberg Finanz ein Produkt, das sich irgendwo dazwischen bewegt und explizit an Kleinanleger richtet.

Die Stossrichtung ist begrüssenswert: Mittelständer sollen eine Alternative zu Fonds und zugleich volle Einsicht in ihr Depot erhalten. Ein Novum. Es stellt sich jedoch die Frage, ob eine Zusammenstellung von Einzeltiteln – auch wenn die Aktien in Bruchteilen erworben werden können – tatsächlich höhere Renditen verspricht als ein bewährter, breit diversifizierter Anlagefonds.

Auch wird es spannend sein, zu sehen, ob das Angebot tatsächlich auf ein Bedürfnis trifft. Die Zugerberg Finanz setzt hier auf ihre zwanzigjährige Erfahrung als Vermögensverwalter und leistet Pionierarbeit. Das Institut muss aber auch wachsam bleiben. Kleinsparer gelten als besonders schützenswerte Gruppe.

Mehr zum Thema