Kommentar
Die Basler planen die Fasnacht 2022 offensiv, das können wir Luzerner auch

Trotz grossen Unbekannten in Sachen Coronavirus sollten sich die grossen Luzerner Fasnachtsorganisationen bald positionieren – und dies möglichst mit einer Stimme.

Roman Hodel
Roman Hodel
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Es mag mit Blick auf die seit Montag wieder angezogene Schraube bezüglich Freiheiten in Sachen Ausgang, Sport und Beizenbesuch gerade etwas exotisch anmuten - die Diskussion rund um die nächste Fasnacht. Natürlich ist Schmudo erst in fünf Monaten. Und natürlich ist das Coronavirus mit seinen immer wieder neuen Varianten unberechenbar. Trotzdem stehen wir heute an einem anderen Punkt als vor einem Jahr, einem entscheidenden. Wir haben Impfstoffe. Zwar ist eine Impfquote von 80 Prozent, wie sie zur Herdenimmunität gemäss Bund nötig ist, wohl Wunschdenken. Und eine Fasnacht ohne Einschränkungen damit auch.

Der Kapellplatz am vergangenen Schmudo-Morgen – zum Weinen!

Der Kapellplatz am vergangenen Schmudo-Morgen – zum Weinen!

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 10. Februar 2021)

Aber es gibt nicht nur Schwarz oder Weiss, sondern zum Glück vieles dazwischen. Vielleicht ist ein Umzug auf einer längeren Strecke eine Alternative? Vielleicht gibt es gar eine Möglichkeit mit Zuschauersektoren? Auf jeden Fall kommen die Verantwortlichen nicht um eine Prüfung der Zertifikatspflicht herum. Wohlwissend, dass diese bereits jetzt schon in vielen Vereinen zu hitzigen Diskussionen führt. Doch wer die Fasnacht wirklich im Blut hat, sollte bereit sein, etwas dafür zu opfern. Die Basler planen bereits offensiv, das können wir in der Zentralschweiz auch.

Wichtig ist, dass die grossen Luzerner Fasnachtsorganisationen bald und vor allem geeint auftreten - nicht so wie im vergangenen Jahr. Es wäre ein wichtiges Zeichen nicht nur in Richtung Aktivfasnächtler in Luzern, sondern an alle anderen Fasnachtshochburgen in der Zentralschweiz.

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