Lozärner Usdröck: «Hampeissi»

Die Bezeichnung für eine Ameise hat zu einem Blühen ganz unterschiedlicher Bezeichnungen geführt.

Simon Mathis
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Lozärner Usdröck Die Ameise ist ein Insekt mit vielen Namen. Im Aargau heisst sie «Wurmöisli», in Thurgau «Wurmbaasle» und in Zürich «Hambitzgi». In Appenzell ist es die «Emesse», in Bern das «Ambeissi». Und in der Zentralschweiz, da sagt man «Hampeissi» oder «Hampeissgi». So unterschiedlich sind die lokalen Bezeichnungen, dass der Germanist Peter von Matt die Ameise als Paradebeispiel für das bunt wuchernde Schweizerdeutsch nahm.

Der Ursprung des Wortes liegt im althochdeutschen «ā-meiza», was «die Eingeschnittene» bedeutet – denn die Ameise hat auffällig grosse Lücken zwischen ihren Körperteilen. Da diese Bedeutung schon früher niemand so recht verstand, hat das zu einem Blühen ganz unterschiedlicher Bezeichnungen geführt. Mittlerweile schleifen sich die lokalen Varianten wieder ab. So wird aus dem Hampeissi etwa das «Ameisi», das näher an der Schriftsprache liegt. (sma)

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