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Kommentar

Luzerner Anerkennungspreis für Emil: Hier wird Wasser in die Reuss getragen

Arno Renggli, Leiter Kultur, sagt in seinem Kommentar, weshalb Kabarettist Emil Steinberger der falsche Adressat für einen kantonalen Anerkennungspreis ist.
Arno Renggli
Arno Renggli.

Arno Renggli.

Emil Steinberger ist seit Jahrzehnten einer der ganz Grossen in der Schweizer Kulturszene. Man kann sein Verdienst kaum hoch genug einschätzen. Und dadurch hat jeder Versuch einer Würdigung eine gewisse Überplausibilität.

Gerade deshalb wirkt es seltsam, dass der Kanton Luzern ihm nun einen Anerkennungspreis von 10'000 Franken verleiht. Diese Entscheidung ist weder originell, noch kann sie eine angemessene Wertschätzung ausdrücken. Und der Geldbetrag, der für viele Kunstschaffende auch an sich eine gewisse Relevanz hätte, wird durch diese Vergabe zur Makulatur. Emil hat verdientermassen längst ausgesorgt und tritt weiterhin auf, weil er und das Publikum Spass daran haben.

Es gibt viele hiesige Künstlerinnen und Künstler oder Institutionen, für die ein solcher Preis eine echte Bedeutung gehabt und ihnen weitergeholfen hätte. Bei Emil gibt es nichts hervorzuheben oder zu fördern. Das ist wie Wasser in die Reuss tragen. Er ist, was er ist: unvergleichlich.

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