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Kommentar

Luzerner Kantonsspital muss transparent sein

Zwischen Spitäler wütet ein starker Kampf um zusatzversicherte Patienten. Dabei geht es um viel Geld und die Transparenz kommt zu kurz. Dies ist ein Missstand – gerade beim Luzerner Kantonsspital.
Roseline Troxler
Roseline Troxler

Roseline Troxler

Auf den ersten Blick wähnt man sich in vielen Spitalzimmern für Zusatzversicherte in einem Hotel. Der Service durch ausgewiesene Hotelfachangestellte und das Speiseangebot vermitteln beinahe Ferienatmosphäre. Die Zahl von gehobenen Einzelzimmern wurde in den Spitälern der Zentralschweiz deutlich ausgebaut.

Grund für das Aufrüsten ist der harte Kampf um zusatzversicherte Patienten, die für Spitäler viel lukrativer sind als grundversicherte. Je nach Operation wird der Eingriff für Privatversicherte weit mehr als doppelt so hoch abgegolten wie für Allgemeinversicherte. Von diesen Einnahmen würden auch Grundversicherte indirekt profitieren, sagen die Spitäler.

Doch das Buhlen um Privatversicherte birgt das Risiko, dass sich Spitäler stetig überbieten müssen. Kommt es bei den Privatversicherten zu einem Nachfragerückgang, könnten auch Allgemeinversicherte die Sparmassnahmen zu spüren bekommen, oder es müssten gar die Steuerzahler in die Bresche springen.

Vor diesem Hintergrund ist es unverständlich, dass das Luzerner Kantonsspital Informationen zum Patientenmix zurückhält. Bevölkerung und Politik haben das Recht, Angaben dazu zu erhalten. Zumal der Kanton Luzern Eigner des Spitals ist und mit der geplanten Umwandlung des Spitals in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ein umstrittener Prozess ansteht.

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