Kommentar

Neue Pendelbahn: Bergbahnen Sörenberg müssen Umweltverbände einbinden

Von Sörenberg soll schon in gut zwei Jahren eine neue Pendelbahn aufs Brienzer Rothorn führen. Dass es beim Grossprojekt nicht zu Verzögerungen kommt, gilt es alle Interessengruppen mitzunehmen.

Roseline Troxler
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Roseline Troxler

Roseline Troxler

In gut zwei Jahren soll die neue Bahn von Sörenberg auf das Brienzer Rothorn stehen. Der Zeitplan der Bergbahnen ist äusserst ehrgeizig. Während das Bundesamt für Verkehr ab dieser Woche die Baueingabe prüft, feilen die Bergbahnen an den Details des 21-Millionen-Franken-Projekts. Dieses Vorgehen birgt Risiken, falls es an einer Stelle zu Verzögerungen kommt. Zudem wird es eine grosse Herausforderung, die Kosten im Griff zu behalten. Hingegen können die Bergbahnen noch flexibler auf Veränderungen reagieren.

Flexibilität hat das Unternehmen auch in der Vergangenheit beweisen. Vor zwei Jahren wurde das ursprüngliche Projekt gestoppt. Die Bergbahnen halbierten die geplanten Investitionskosten, fokussierten sich weniger auf die Wintersaison und analysierten, wie Substanz von der alten Bahn weitergenutzt werden kann.

Nun liegt ein vernünftigeres, umweltverträglicheres Projekt vor. Zentral ist, dass die Bergbahnen die Umweltverbände trotz Zeitdruck genügend stark einbeziehen. Werden nicht alle Interessengruppen mitgenommen, sind Projektverzögerungen vorprogrammiert. Diese mag es wegen der auslaufenden Konzession der alten Bahn nicht leiden. Und: Die Bergbahnen planen am Rothorn eine Erlebnisinszenierung, bei der sie die Unesco Biosphäre zum Thema machen. Damit stellen sie die Nachhaltigkeit ins Zentrum. Gar nicht dazu passen würde es, wenn die Umweltverbände nicht ernst genommen würden.

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