Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kommentar

Prämien: Nur radikaler Umbau der Spitallandschaft hilft

Haushalte sollten eigentlich nicht mehr als 8 Prozent ihres Einkommens für Prämien ausgeben. Die Vorgabe des Bundes erreicht aber in Wirklichkeit fast kein Kanton.
Anna Wanner
Anna Wanner.

Anna Wanner.

Trotz Prämienverbilligung geben bedürftige Haushalte im Schnitt 14 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Prämien aus, in Kantonen wie Jura oder Baselland gibt es Familien, die 23 Prozent ihres Budgets an die Krankenkasse bezahlen. Abhilfe ist nicht in Sicht. Denn während die Prämien steigen, schnüren die Kantone ein Sparpaket nach dem anderen. Dass dies nicht mehr tragbar ist, haben nun auch die Parteien gemerkt. Alle entwickeln Ideen, um den steigenden Gesundheitskosten entgegenzuwirken. Die SP etwa will die Prämienlast bei 10 Prozent deckeln. Nur löst ein Deckel das Problem nicht, denn die Gesundheitskosten wachsen weiter.

Nachhaltig Wirkung entfalten würde ein Umbruch in der Spitallandschaft, der überfällig ist. Wenn sogar der Chef der Zürcher Krankenhäuser eingestehen muss, dass es in seinem Kanton 20 bis 30 Prozent Überkapazitäten gibt, müssten eigentlich überall die Alarmglocken schrillen. Die Kantone bewegen sich, aber nur langsam. Sie planen, Spitäler in Zentren für Grundversorgung umzufunktionieren und schauen erstmals über die Kantonsgrenze hinaus. Allen voran die hochspeziali­sierte Medizin müsste auf ein bis zwei Standorte beschränkt werden. Nur ein radikaler Umbau der Spitallandschaft kann eine Entlastung für alle bringen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.