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Glosse

Apropos: Rauchverbot als Raucheinladung

Thomas Griesser Kym
Thomas Griesser Kym. (Bild: Ralph Ribi)

Thomas Griesser Kym. (Bild: Ralph Ribi)

Kürzlich waren wir in Augusta Raurica. Der Römerstadt im Baselbiet. Angesagt war im antiken Theater ein Open-Air-Rockkonzert. Prächtiges Sommerwetter, frische Luft. Zumal am Eingang ein Schild klar macht: Rauchverbot auf dem ganzen Areal. Doch dann dies: Um uns wurde unablässig gequalmt und gekifft. Nicht, dass uns das überrascht hätte. Hatte uns doch vor dem Konzert ein Mail der Veranstalter erreicht. Darin hiess es punkto Rauchen: «Aus Respekt vor dem Gelände und dem alten Gemäuer nicht gerne gesehen und eigentlich verboten. Musikfans, welche das Rauchen nicht verkneifen können, benutzen bitte leere Bierbüchsen als Aschenbecher.»

Im Klartext liest sich das so: «Es ist uns schnurzpiepegal, wenn ihr gegen das Rauchverbot verstosst. Im Gegenteil: Pafft, was die Lunge aushält, solange ihr an die Dosen denkt.»

Die müssen nämlich umsatzwirksam an Ort und Stelle gekauft werden. Denn: Das «Mitbringen von nicht vor Ort gekauften Getränken und Esswaren», das ist selbstverständlich «verboten».

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