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Kommentar

Rechnung bitte für alle Spitalpatienten

Die Spitäler müssen für Transparenz sorgen.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu.

Jérôme Martinu.

Das Krankenversicherungs­gesetz sagt glasklar: Patienten erhalten eine Kopie der Rechnung. Diese müsse «detailliert» und «verständlich» sein. Weil aber viele Spitäler – teilweise von den Kantonen gestützt – sich um diese Pflicht drücken, will der Bundesrat nun die Schraube anziehen: Nicht nur die Krankenkassen sollen die Leistungsabrechnung erhalten, sondern eben auch die Versicherten.

Ja, eine standardmässige Rechnungskopie an die Spitalpatienten verursacht Zusatzaufwand. Aber würde das wirklich in die Millionen gehen, wie etwa der Kanton Luzern sagte? 2000 Rechnungen wären pro Tag zu verschicken, rechnete das Luzerner Kantonsspital einst vor. Und die Rückfragen der Patienten würden nochmals Aufwand bedeuten. Darum werden die Rechnungen nur auf Verlangen an die Patienten geschickt.

Wenn die Arztpraxen den Patienten Rechnungen schicken, warum tun das nicht auch alle Spitäler? Nun, die Krankenkassen rechnen Spitalaufenthalte direkt ab. Entsprechend sind die Nachweise in «Versicherungsmedizinalchinesisch» abgefasst. Natürlich fragen Patienten deshalb zurück, wenn sie in einer solchen Spitalrechnung etwas nicht verstehen. Das sorgt im Idealfall dafür, dass allfällige Fehler erkannt werden. Die Spitäler müssen ihre Abrechnungen einfacher, lesbarer machen, damit die Rückfragezahl überschaubar bleibt. So oder so: Die Rechnungskopie darf keine Holschuld der Patienten sein. Für Kostentransparenz müssen die Spitäler sorgen.

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