Café Fédéral
Sechs Schweigende und ein Parmelin

Augustreden der Bundesratsmitglieder sind heuer eine eher rare Angelegenheit - mitunter ist eine halbe Weltreise nötig, um einer beizuwohnen.

Henry Habegger
Merken
Drucken
Teilen
Henry Habegger

Henry Habegger

CHM

Wer sich 1.-August-Reden von Landesmüttern und -vätern zu Gemüte führen will, hat heuer eine karge Auswahl. Neun Auftritte sind geplant. Im Wahljahr 2019 waren es 15.

Finanzminister Ueli Maurer (SVP) plant «keinen Auftritt», wie die Bundeskanzlei vermeldet. 2019 als Präsident trat er dreimal auf. Gleich oft wie Aussenminister Ignazio Cassis (FDP), der diesmal seine einzige Ansprache auf der Schweizer Botschaft in Bangkok (Thailand) abhält.

Gesundheitsminister Alain Berset (SP) immerhin spricht in der Schweiz, seine auch diesmal einzige Rede hält er in Gruyère FR. Auch Justizministerin Karin Keller-Sutter (FDP) spricht wieder nur einmal: an einem Bauernbrunch im Kanton Luzern.

Doppelt beglückt werden Uri und Frauen. Am «Frauenrütli» machen sowohl Verteidigungsministerin Viola Amherd (Die Mitte) als auch Infrastrukturministerin Simonetta Sommaruga (SP), 2019 mit je einem Auftritt, ihre Aufwartung. «Frauen und Frauenverbände» sind dort eingeladen, 50 Jahre Wahl- und Stimmrecht der Frauen zu feiern.

Bleibt Bundespräsident Guy Parmelin (SVP). Mit vier (2019: fünf) liefert er die Hälfte aller Auftritte in der Schweiz. In Herzogenbuchsee BE, Bouloz FR, Villars-sur-Ollon VD und Lausanne VD.

Sechs eher Schweigende und ein Parmelin. Vielleicht ist ja alles gesagt.