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So könnten die Wahlslogans für 2015 aussehen

Die Nähe zum Volk hat den Politikern seit jeher mehr Stimmen gebracht. Mal nicht im Politikgewand, sind sie überzeugender und sympathischer. Die «Nordwestschweiz» gibt mögliche Wahlslogans für 2015 als Bauernweisheiten bekannt.

Rinaldo Tibolla
Rinaldo Tibolla
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Blick in den Nationalratssaal während der Herbstsession

Blick in den Nationalratssaal während der Herbstsession

Keystone

So geschehen Ende September in der Wettervorschau auf Tele Züri: Da haben die Zürcher Politiker Christoph Mörgeli (SVP) und Daniel Jositsch (SP) die Moderation übernommen. Gepunktet haben sie mit ihren eigens kreierten Bauernregeln. Mörgeli: «Ist die Sonne einmal Trumpf, erhöht die Steuern Widmer-Schlumpf.» Darauf Jositsch: «Wenn des Nachts die Sterne blinken, ist es das Verdienst der Linken.»

Nun stelle man sich vor, dass für die Parlamentswahlen 2015 alle Wahlslogans in Bauernregel-Form daherkämen. Schön mit der SVP-Sonne verziert würde über Parteichef Toni Brunner stehen: «Soll das Volk gar üppig dasteh’n, muss es für die SVP zur Urne geh’n». Bei den Sozialdemokraten würde Parteichef Christian Levrat so auf Stimmenfang gehen: «Gibt der Wähler der SP Vertrauen und Macht, gibt’s den Antikapitalismus in voller Pracht.»

FDP-Chef Philipp Müller: «Kann sich die FDP im Wahlerfolg sonnen, kommen auch für die Wirtschaft Wonnen.» Bei der CVP würde sich Christophe Darbellay als Wetter- und Stimmenschmecker versuchen: «Bringt der Oktober so viel Stimmen wie Regen, ist’s für die CVP ein Segen.»

Grünen-Co-Präsidentin Regula Rytz würde sich kurz fassen: «Nach dem guten Wahltag alles, alles grünen mag.» Bei Martin Bäumle würde es sehr persönlich herauskommen: «So wie Martin es will, sind es am Ende für die GLP ganz viel.» Und schliesslich bei der BDP hätte Martin Landolt nur ein Ziel: «Haben wir genügend Stimmen im Topf, retten wir auch Widmer-Schlumpfs Kopf.»