Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kommentar

So viele Beamte wie noch nie: Ein ungesundes Staatswachstum

Ein starkes Staatswachstum ist ungesund, nicht nur wegen der Kosten für die Steuerzahler.
Patrik Müller
Patrik Müller

Patrik Müller

Fast 200'000 Menschen arbeiten mittlerweile in den Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden – ein Viertel mehr als noch vor zehn Jahren. In dieser eindrücklichen Zahl sind Verwaltungsstellen enthalten, nicht aber Berufe wie Lehrerinnen oder Krankenpfleger, die ebenfalls im öffentlichen Dienst stehen.

Dass die Bürokratie wächst und wächst, scheint eine fast naturgesetzliche Entwicklung zu sein. Das zeigt die Diskussion um das Bundespersonal, das nächstes Jahr nochmals aufgestockt werden soll (auf 37'631 Stellen): Das Argument, die Bevölkerung nehme ja auch zu, reicht, um die Budgets zu erhöhen. Bei Lehrern wäre es richtig, nicht aber für die Verwaltung. Diese könnte und müsste im digitalen Zeitalter effizienter werden – private Firmen, die unter Konkurrenzdruck stehen, machen es vor.

Das Staatswachstum ist ungesund, nicht nur wegen der Kosten für die Steuerzahler. Sondern auch, weil die öffentliche Hand oft mit grosszügigen Anstellungsbedingungen lockt: Die Arbeitsplätze sind sicher, und der Durchschnittslohn beim Bund beträgt stolze 122'000 Franken. Dadurch ist der Staat auf dem Arbeitsmarkt gegenüber Klein- und Mittelbetrieben im Vorteil. In zehn Jahren werden hierzulande gemäss einer UBS-Studie 300'000 Arbeitskräfte fehlen, weil die Babyboomer in Pension gehen. Es kann nicht sein, dass der Arbeitgeber Staat gute Leute aufsaugt, die dann der Privatwirtschaft fehlen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.