Standortentscheid für Spitalneubau kommt viel zu spät

Der Neubau des Luzerner Kantonsspitals in Sursee wird auf dem jetzigen Areal gebaut. Der Entscheid ist nachvollziehbar. Dass es dafür dreieinhalb Jahre gedauert hat, nicht.

Alexander von Däniken
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Jetzt ist klar, wo der Neubau des Luzerner Kantonsspitals Sursee erstellt wird: nicht auf der «Schwyzermatte» in Schenkon, sondern auf dem jetzigen Areal. Das Ergebnis ist nachvollziehbar. Beide Standorte haben Vor- und Nachteile. Gegen das Areal in Schenkon sprach, dass es zuerst hätte umgezont werden müssen. Gegen einen Neubau am jetzigen Standort in Sursee sprach die mangelhafte Erschliessung. Dieses Problem könne nun gelöst werden, begründet der Regierungsrat seinen Entscheid – ohne ihn näher auszuführen.

Der Spitalrat, das strategische Organ des Kantonsspitals, hätte lieber auf der grünen Wiese gebaut. Nun wurde er überstimmt. Er wird damit leben können. Und die Stadt Sursee wird die Erschliessung gerne lösen. Anders sieht es bei der Gemeinde Schenkon und beim Pflegeheim Seeblick beim Spital in Sursee aus. Schenkon bedauert, ein strategisch wichtiges Areal während dreieinhalb Jahren umsonst mit planerischen Mitteln reserviert zu haben. Das Pflegeheim Seeblick weiss nicht, ob es neben dem Neubau überhaupt noch Platz haben wird.

Spital- und Regierungsrat tun gut daran, das nicht als Kollateralschaden abzutun. Sondern die Lehren daraus zu ziehen. Einen Standort während dreieinhalb Jahren zu prüfen, um dann am bisherigen festzuhalten: Das ist zu lange. Gefragt ist jetzt eine bessere Kommunikation mit allen Involvierten und das Einhalten des Zeitplans. Mit acht bis zehn Jahren bis zur Eröffnung ist dieser sehr ambitioniert.