Kommentar
Tanzen mit Maske in Luzerner Clubs geht gut – zur Not

Die Maskenpflicht in Clubs ab 100 Personen ist im Kanton Luzern vorübergehend ein gangbarer Weg. Denn es gibt wohl keine wirkliche Alternative, ausser eine erneute Schliessung.

Roman Hodel
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Roman Hodel.

Roman Hodel.

Es sind coronabedingt gerade schwierige Zeiten für Nachtschwärmer. Kaum ein Tag vergeht ohne Negativ-Schlagzeilen aus der Clubszene. Am Wochenende kamen sie aus Bern. Ein Club musste wegen zu vielen Coronafällen schliessen. Bereits vor einer Woche hat Luzern die Schraube angezogen und Partys mit mehr als 100 Personen verboten. Es sei denn, man trägt Maske. Clubs sind Risikoorte, so viel ist klar.

Nur: Clubs sind auch Arbeitgeber, wichtige Treffpunkte für (junge) Leute. Feiern ist zwar kein Menschenrecht, doch es tut gut, speziell in Zeiten wie diesen. Vor allem aber sind Clubs dank der behördlichen Auflagen immer noch sicherere Orte, als etwa illegale Partys irgendwo im Wald draussen.

Die Clubszene muss sich aber auch an der eigenen Nase nehmen. Zu lange hatten manche das Thema Corona auf die leichte Schulter genommen. Wer Partys ausrichten oder feiern will, muss sich mit den neuen Gegebenheiten arrangieren – andernfalls hat es sich bald wieder ausgetanzt.

Dass etwa eine Maskenpflicht im Club funktionieren kann, beweist ein Augenschein im Luzerner Rok Klub, wo das Personal die Regeln konsequent durchsetzt und sich die Gäste trotz Feierlaune weitgehend diszipliniert zeigen. Solche Gäste, die coronakonform in den Ausgang gehen, sind überlebenswichtig für die Clubs. Natürlich wäre Tanzen ohne Maske angenehmer, doch was ist die Alternative? Gar keine Party? Eben.