Kommentar

Tourismusabgaben für Luzerner Airbnb-Gäste: Gleich lange Spiesse per Mausklick

Ab Januar werden bei Airbnb-Buchungen von Wohnungen in Luzern auch gleich die Tourismusabgaben eingezogen. Ein Erfolg für die Kantonsverwaltung und Luzern Tourismus.

Rainer Rickenbach
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Die sichere Lösung für Tourismusabgaben von Airbnb-Gästen zugunsten der Marketingorganisation Luzern Tourismus ist überfällig. Denn es gibt keinen plausiblen Grund, warum die Gäste der zu Luzern Tourismus gehörenden Hotels und Unterkünfte mit der Abgabe die Infrastruktur mitfinanzieren, während Airbnb-Gäste das nicht tun müssen, bloss weil das System dies nicht vorsieht.

Die Spiesse sind ab dem kommenden Jahr nun gleich lang. Der Kantonsverwaltung gehört ein Kränzchen gewunden, weil sie zusammen mit Luzern Tourismus die Federführung übernommen hatte, um das einfach zu handhabende Modell für die rund 1000 Airbnb-Wohnungen in Kanton Luzern aufzugleisen. Die einheitliche Abgabenzahlung über das Airbnb-Portal ist unkompliziert, und der Preis ist auch als Lenkungsabgabe denkbar. Wer per Mausklick bezahlt, trägt zur Attraktivität der Destination bei – ein weltweit verbreitetes Modell.

Hotels und auch kleinere, herkömmliche Gaststätten betreiben sehr viel Aufwand, um Auflagen und Vorschriften einzuhalten. Auch wenn Airbnb und die anderen Wohnungsvermittler in den zurückliegenden Jahren enorm zugelegt haben, sind es nach wie vor die klassischen Anbieter, die dem Tourismus in der Region ein Gesicht geben und den Grossteil der Umsätze erarbeiten. Airbnb hingegen ist eine gute Ergänzung, die vor allem durch Touristen mit kleinerem Ferienbudget den Gästemix in der teuren Schweiz sinnvoll erweitert. 

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