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Kolumne

Ueli Maurer die Litfasssäule – warum nicht?

Ueli Maurer hat etwas getan, was er nicht tun sollte.
François Schmid-Bechtel

Ueli Maurer hat gegen den Bundesratsknigge verstossen, indem er für einen SVP-Ständeratskandidaten wirbt. Nur: Ist die Verhaltensregel, dass sich Bundesräte vor Wahlen «gebührend zurückzuhalten» hätten, noch angesagt? Notabene in Zeiten des übersteigerten Personen-Kults – auch in der Politik. Oder ist die Erwartung, dass langjährige Parteisoldaten/innen mit der Wahl in den Bundesrat zu parteipolitischen Eunuchen mutieren, nicht realitätsfremd?

Soll er doch zur Litfasssäule werden, der Ueli Maurer. Ist eh fraglich, ob der Support etwas bringt. Wer glaubt, ein CVP-Wähler würde wegen einer Werbebotschaft eines SVP-Bundesrats für einen SVP-Kandidaten umschwenken, unterschätzt den CVP-Wähler. Gravierend ist Maurers Verhalten sowieso nicht. Sonst hätten die politischen Opponenten den Fehltritt ausgeschlachtet und nicht bloss von fehlendem Fingerspitzengefühl geredet. Man wünschte sich, der SVP hätte im Wahlkampf (Apfel-Maden-Plakat) nur das Fingerspitzengefühl gefehlt.

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