Kommentar

VBL: Neubesetzung weckt Zuversicht

Der Luzerner Stadtrat wählt einen Übergangs-Verwaltungsrat für die Verkehrsbetriebe Luzern: Renzo Simoni, Kurt Moll und Patrick Bieri werden in das Gremium berufen. «Keine leichte Aufgabe», meint unser Redaktor Simon Mathis.

Simon Mathis
Drucken
Teilen
Simon Mathis

Simon Mathis

Bild: Pius Amrein

Nun steht also fest, wer in naher Zukunft die Geschicke der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) leiten wird. Der Luzerner Stadtrat hat einen Übergangsverwaltungsrat für die VBL gewählt. Die drei Männer haben keine leichte Aufgabe gefasst: Sie müssen das Transportunternehmen, das dieses Jahr in einen medialen und politischen Sturm geraten ist, wieder in ruhigere Gewässer führen. Erschwerend kommt hinzu, dass keine geordnete Staffelübergabe erfolgen konnte, da ihre Vorgänger quasi über Nacht den Bettel hingeschmissen haben.

Zuversichtlich stimmt immerhin, dass die Neugewählten einen überzeugenden Leistungsausweis, breite Erfahrungen in der Transportbranche sowie eine Vernetzung mit wichtigen Institutionen mitbringen. Die zentrale Frage wird sein, wie sich das neue Gremium gegenüber dem Subventionsgeber Verkehrsverbund Luzern verhalten wird, der bekanntlich eisern an seiner Rückforderung von 16 Millionen Franken festhält.

Der Stadtrat hat unmissverständlich klargemacht, dass er eine Beilegung des Zwistes wünscht; also letztlich eine Zahlung. Gleichzeitig betont er aber auch, dass die Zahlung in der alleinigen Verantwortung des Verwaltungsrates liege. Obwohl der Druck von allen Seiten hoch ist, darf man also nach wie vor gespannt sein, zu welchem Schluss die Neuen kommen werden. Zu hoffen ist, dass der Neustart mit frischen Köpfen zu einer unaufgeregteren Debatte führt.