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Kommentar

Versicherer müssen ihre Versprechen einhalten

Obwohl Zusatzversicherungen eine freie Arzt- und Spitalwahl versprechen, sind bestimmte Spitäler für Privatversicherte gesperrt. Solche Negativlisten sind ein Vorgeschmack, was uns mit der anstehenden Gesetzesänderung blüht.
Anna Wanner
Anna Wanner

Anna Wanner

Jahrelang lebten die Krankenkassen von Privatversicherten. Heute sucht die hiesige Branche nach einem geeigneten Rezept, um die Spitalzusatzversicherung in die Zukunft zu retten. «Ambulant vor stationär» verdirbt das Geschäft. Weil die Patienten schnell wieder nach Hause können, kommt die Zusatzversicherung oft nicht zum Tragen: Weder kann der Versicherte den Arzt frei wählen, noch profitiert er von einem Einzelzimmer. Gerade Junge schliessen kaum mehr solche Verträge ab, weil sie zu wenig bieten. Experten warnen vor einer «Implosion» des Systems.

Die Versicherer scheinen über Negativlisten einen Weg gefunden zu haben. Obwohl Zusatzversicherungen freie Arzt- und Spitalwahl versprechen, sind bestimmte Spitäler auf solchen Listen für Privatversicherte gesperrt. Die Listen sind ein Vorgeschmack, was uns mit der anstehenden Gesetzesänderung im Versicherungsvertragsrecht blüht. Bundesrat und Kommission schlagen vor, dass Verträge künftig einseitig angepasst werden können.

Das bedeutet: Wenn das Geschäft nicht mehr funktioniert, können sich die Krankenkassen aus der Verantwortung stehlen und das Versicherungsversprechen brechen. Wer jahrelang Tausende Franken einbezahlt hat, könnte plötzlich ohne Deckung dastehen. Zwar hätte der Versicherte das Recht, bei einer Vertragsänderung zu kündigen. Allerdings kann ab einem gewissen Alter und vor allem bei Krankheit faktisch kein neuer Vertrag mehr abgeschlossen werden. Der Versicherte würde um das Versprechen geprellt, im Krankheitsfall abgesichert zu sein und die vorgesehene Versorgung zu erhalten. Mit Verlaub: Das ist ein Skandal.

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