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Kommentar

Doppelvakanz im Bundesrat: Weg frei für die Zentralschweiz

Der Rücktritt von Doris Leuthard mischt die Karten im Rennen um einen Bundesratssitz neu. Jetzt darf auch die Zentralschweiz hoffen.
Barbara Inglin
Barbara Inglin

Barbara Inglin

Nach Johann Schneider-Ammann tritt nun auch Doris Leuthard auf Ende Jahr zurück. Die Doppelvakanz eröffnet neue Möglichkeiten bei der Ausmarchung der freiwerdenden Bundesratssitze. Dass mindestens einer der beiden Sitze an eine Frau gehen muss, ist breiter Konsens. Da die lateinische Schweiz mit drei Bundesräten gut vertreten ist, dürfte das Rennen um die frei­werdenden Sitze in der Deutschschweiz entschieden werden.

Die Ostschweiz macht bereits lautstark ihren Anspruch auf einen Bundesratssitz geltend. Mit der St. Galler FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter wird voraussichtlich eine erfolgsversprechende Anwärterin für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann ihren Hut in den Ring werfen. Tritt die FDP tatsächlich mit Keller-Sutter an, gibt es keinen Grund, den CVP-Sitz ebenfalls in die Ostschweiz zu vergeben. Damit ist der Weg frei für eine aussichtsreiche Kandidatur aus der Zentralschweiz. Mit dem Luzerner Kaspar Villiger stellte unsere Region letztmals von 1989 bis 2003 einen Bundesrat. Eine Vertretung der Wachstumsregion Zentralschweiz – vier der sechs Kantone sind mittlerweile Geberkantone im Finanzausgleich – stände der Landesregierung gut an.

Vor allem aber hat die Zentralschweiz mehrere CVP-Kandidaten, die das Zeug zum Bundesrat haben. Der wohl stärkste Anwärter, CVP-Präsident Gerhard Pfister aus Zug, hat zwar bereits abgewunken. Zumindest eine Kandidatur in Betracht zieht der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin. Als Favorit gehandelt wird auch der Zuger Ständerat Peter Hegglin. An guten Köpfen mangelt es der Zentralschweiz nicht. Was es jetzt braucht ist der Wille, sich auf die beste Kandidatur zu einigen.

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