Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weg mit den zwei Hüten!

Revisionsstellen und die von ihnen geprüften Unternehmen stehen sich oft zu lange zu nahe.
Roman Schenkel
Roman Schenkel

Roman Schenkel

Seit 1998 prüft KPMG die Bücher der Post und deren Tochter Postauto. 2017 stellte die Beratungs- und Revisionsfirma dem Postkonzern dafür 4 Millionen Franken in Rechnung. Von den Manipulationen bei Postauto haben die Wirtschaftsprüfer allerdings nichts bemerkt. Im externen Untersuchungsbericht, den die Post initiierte, wurde KPMG bereits scharf kritisiert, nun wirft ihr die Revisionsaufsichtsbehörde des Bundes «erhebliche Mängel» vor, gegen zwei Personen wurde ein Verfahren eröffnet.

Die Revisionsstelle für den Skandal verantwortlich zu machen, wäre jedoch der falsche Schluss. Revisoren müssen nicht systematisch nach deliktischen Handlungen suchen oder solche systematisch in Betracht ziehen. Der richtige Schluss aber ist: Revisoren und Unternehmen stehen sich zu nahe. Allein schon wegen der langen Dauer der Mandate. Bei vielen Konzernen sind dieselben Firmen am Prüfen wie noch in den 90er-Jahren.

Und noch heikler: Die Revisionsgesellschaften prüfen nicht nur, sie beraten ihre Kunden auch. Sie tragen zwei Hüte. So auch KPMG bei Postauto. Die Steuerexperten berieten Postauto ausgerechnet bei dem Projekt, das die unzulässige Gewinnpraxis aufrechterhalten sollte. Dies gehört verboten. Ganz nach dem Grundsatz: Wer kontrolliert, berät nicht.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.