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Kommentar

Oberägeri: Der Segel-Club hat zu hoch gepokert

Der Verein geht als Verlierer aus der langen Diskussion um die künftige Nutzung der Studenhütte in Oberägeri hervor.
Rahel Hug
Rahel Hug. Bild: Stefan Kaiser

Rahel Hug. Bild: Stefan Kaiser

Die lange und bisweilen emotionale Diskussion um die künftige Nutzung der Studenhütte in Oberägeri hat mit der Abstimmung an der Gemeindeversammlung ein vorläufiges Ende erreicht. Die Bevölkerung hat entschieden, dass in der Hütte auf dem Seeplatz ein Sommerrestaurant eingebaut wird. Das Resultat der geheimen Abstimmung fiel relativ deutlich aus. Schon im nächsten Sommer soll der Betrieb der Beiz starten.

Der Entscheid für ein Restaurant ist nachvollziehbar. Die Stimmbürger sind der Ansicht, dass der schöne Platz am See zu einem fixen Treffpunkt für Jung und Alt werden soll. Der Einbau eines Kiosks in der Studenhütte wäre eine eher halbherzige Lösung gewesen. Wenn schon fast 500000 Franken in eine neue Infrastruktur investiert werden, dann gleich richtig.

Der grosse Verlierer des Streits ist der in der Studen­hütte eingemietete Segel-Club Aegeri. Der Verein hatte im Vorfeld mit Flyern gegen den Vorschlag «Sommerrestaurant» geweibelt und sich für die Variante «Kioskeinbau» ausgesprochen. Das etwas forsche Vorgehen des Clubs kam wohl bei der Bevölkerung nicht so gut an. Der Segel-Club hat offensichtlich den Eindruck erweckt, auf «seinem» Platz am See lieber für sich bleiben zu wollen.

Dabei hat der Vorstand zu hoch gepokert. Denn an der Gemeindeversammlung hat der Verein gleich doppelt verloren. Nicht nur wurde die Variante «Kiosk» abgelehnt – die Anwesenden strichen auch die entscheidende Passage, dass der Club bei der Lösung «Sommerrestaurant» an einem Tag pro Woche sowie an seinen Veranstaltungswochenenden die Infrastruktur und den Restaurantbereich für sich nutzen kann.

Die Ankündigung im Vorfeld, der Segel-Club werde sich auflösen müssen, wenn ein Restaurant eingebaut wird, war schlicht übertrieben. Dass ein Restaurant das Vereinsleben einschränken wird, ist unbestritten. Daher müssen neue Lösungen her. Die Koexistenz eines Restaurants und eines im Dorf verankerten Vereins im selben Gebäude bringt aber auch Chancen mit sich. Diese sollte der Segel-Club nutzen und nach vorne blicken – anstatt den Beleidigten zu spielen.

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