Dohners Seitenblick
Zu viel Goodwill

Ihre Mutter wurde umgebracht von Wilderern. Mit drei Jahren, als Waise, wurde sie aus ihrer Heimat verschifft. Seither lebt sie in einem fremden Land, allein in einem Beton-Gehege, mittlerweile 38 Jahre alt – die Elefantenkuh Maali.

max.dohner@azmedien.ch
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Maali hat wohl nicht das Gefühl, dass sich an ihrem Los irgendwas geändert hat.

Maali hat wohl nicht das Gefühl, dass sich an ihrem Los irgendwas geändert hat.

Maali spricht nicht. Dennoch rührte ihr Dasein jemandes Herz. Vielleicht, weil man sich Einsamkeit gut vorstellen kann, zumal bei Herdentieren. Ein Anwalt machte sich stark und gab ihr Mangos zu fressen, ihre Lieblingsspeise. Dann wurde ein britischer Sänger auf Maali aufmerksam, als er in Manila ein Konzert gab. Maali wurde berühmt.

Der Zoo Manila auf den Philippinen wollte darauf einen weiteren Elefanten holen, für Gesellschaft. Die Elefantenschützer waren dagegen, weil nicht genug Platz vorhanden sei. So ist Maali immer noch allein.