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LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG: Kulturelle Unterschiede eine Rechtfertigung?

Die Direktorin des Hotels Monopol kämpft gegen die Verschwendung von Lebensmitteln und möchte Gäste aus östlichen Ländern für ihr Anliegen sensibilisieren.
So hat eine asiatische Familie den Frühstückstisch im Hotel Monopol in Luzern kürzlich zurückgelassen. (Bild: PD)

So hat eine asiatische Familie den Frühstückstisch im Hotel Monopol in Luzern kürzlich zurückgelassen. (Bild: PD)

Mehrheitlich stiess die Hoteldirektorin Brigitte Haller auf Zustimmung (Artikel vom 13. Mai). Unsere Redaktion und unsere Facebookseite erhielten dementsprechend Reaktionen auf unseren Beitrag vom 8. Mai. Doch nicht alle sind der Meinung, dass es die Aufgabe des Hoteliers ist, Touristen zu «erziehen». Die einen finden, es ist die Aufgabe der Tourguides, die Touristen auf unsere Sitten und Gewohnheiten aufmerksam zu machen und andere finden es schlicht und einfach intolerant, aufgrund eines Tischstellers mit folgendem Hinweis: «Aus ethischen und moralischen Gründen werfen wir in der Schweiz keine Lebensmittel weg. Bitte schöpfen Sie sich nur, was Sie auch wirklich essen. Danke fürs Verständnis.» von anderen Kulturen zu erwarten, sich den unseren anzupassen. Schliesslich ist auch zu bemerken, dass es in asiatischen und arabischen Ländern zum guten Ton gehört, einen Anstandsrest übrig zu lassen, wie uns Knigge-Trainerin Michèle Ségouin erklärt.

Was meinen Sie dazu?
Ist es okay, Touristen für unsere Anliegen zu sensibilisieren oder hat ein Hotelier schlicht und einfach eine Dienstleistung zu erbringen, wenn dafür bezahlt wird?

rag

Das ist der zurzeit vieldiskutierte Tischsteller. (Bild: PD)

Das ist der zurzeit vieldiskutierte Tischsteller. (Bild: PD)

Brigitte Heller, Direktorin des Hotels Monopol in Luzern. (Bild: PD)

Brigitte Heller, Direktorin des Hotels Monopol in Luzern. (Bild: PD)

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