Leserbrief
Ist «zumutbar» der Zuger Standard?

Zur Situation bezüglich Schulhauserweiterung Herti in Zug

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Stadt Zug: Im Herti gehen Primarschulkinder in einem Baucontainer zur Schule – im Winter kalt, im Sommer heiss, kaum schallisoliert. Im Guthirt musste die Bibliothek umfunktioniert werden, weil Platz für die neuen Kindergartenklassen fehlt. Schulhäuser platzen aus allen Nähten.

Für Schwimm- und Turnunterricht nach Lehrplan reicht die Infrastruktur nicht aus. Die Lehrpersonen improvisieren und jonglieren mit den knappen Ressourcen. Es heisst, all das sei für Kinder «zumutbar». Wie die Notlösungen bei der Mittagsbetreuung, problematische Schulwege und mehr.

Hand aufs Herz: Ist «zumutbar» wirklich das Attribut, mit dem sich die Zuger Schulen schmücken wollen? In einer Zeit, in der Bildung die wichtigste Ressource überhaupt ist? In einer Stadt, die hoch qualifizierte Fachkräfte rund um den Globus rekrutiert?

Ich bin überzeugt – der Kinder, Eltern, Lehrpersonen und der Wirtschaft willen: Zug kann mehr! Setzen wir die Prioritäten neu. Bildungs- und Familienpolitik müssen endlich mehr Gewicht erhalten. Oder wo sollen sie alle herkommen, die Fachkräfte der Zukunft?

Marilena Amato Mengis, SP-Kandidatin für den Grossen Gemeinderat und den Kantonsrat, Zug