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Abneigung gegen Touristen

«Einheimische dürfen billiger ins Hotel», Ausgabe vom 22. September
Urs Hinnen,

Die Abneigung der Luzerner Bevölkerung gegenüber dem Massentourismus ist nicht mit einer Nacht in einem Touristenbett zu verändern, sondern nur durch weniger Touristen. In den mit Touristen und Touristen-Cars verstopften Stadtteilen mit laufend verschwindenden Läden und Gewerbebetrieben suchen die Luzerner alles andere als ein Bett im Hotel. Auch «mit einer besonderen Aktion» würden wir Luzerner für eine Nacht möglicherweise immer noch mehr als das Doppelte der Massentouristen bezahlen. Die Steuerrechnung der Hotels würde allerdings durch eine solche Aktion kaum geschmälert, dürften doch sämtliche Hotels und Gastrobetriebe Luzerns der Stadt keine 500000 Franken Steuern abliefern. Bezüglich der Steuereinnahmen aus dem Tourismus-, Uhren- und Kulturbetrieb ist die ganze Diskussion lächerlich. Da nützen auch die jährlichen Studien zur Wertschöpfung dieser Branchen nichts, da diese Betriebe für etwa 2 Prozent sämtlicher Steuern der Stadt Luzern aufkommen. Und die (vielfach ausländischen) Angestellten arbeiten in Branchen mit tiefen Löhnen und tiefster Produktivität. Zur Freude der Luzern umgebenden Kantone fokussiert sich Luzern auf die Ausgaben (Tourismus, Kultur, Erziehung, Gesundheit), währenddem diese Kantone die Einnahmen priorisieren. Und diese bösen Kantone wollen Luzern den Finanzausgleich beschneiden. Was den Luzernern bleibt, ist der Markt an der Reuss am frühen Morgen.

Urs Hinnen,

Luzern

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