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Adieu, letzte Arbeitersiedlung

«Wir warten, um dann Einsprache zu machen», Ausgabe vom 6. Dezember

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter der Familia haben den Planungskredit angenommen und damit dem Abriss der drei Wohnblocks von 1960 in der Gartenstadt zugestimmt. Sie begrüssen den Bau neuer, angeblich komfortablerer Wohnungen, die 50 bis 120 Prozent teurer sein werden. Alle bis auf einen? Ein Drittel der Genossenschaft befürwortet eine Tiefgarage, die gefühlte fünf Millionen kosten dürfte. Alle dafür, die Betroffenen auch? Wirklich? Die Bewohner der Blöcke Aabachstrasse und Hertistrasse waren gar nicht da! Dies bezeugt der einzige Bewohner der Hertistrasse 57, der anwesend war. Aus Angst vor Benachteiligung oder Frustration. Ersatzwohnungen werden in vier Jahren nach Möglichkeit angeboten werden, aber eben nicht garantiert. Die Mieten werden nur um 50 Prozent steigen? Die Wohnungen der ins Projekt einbezogenen benachbarten zehn Blöcke der Gebäudeversicherung werden laut Max Uebelhart «preisgünstig» vermietet werden, was laut Reglement bis zu 2470 Franken für vier Zimmer bedeutet. Wenn Verwalter Paul Langenegger eine Sanierung für unmöglich erklärt und anmerkt, wer etwas anderes sage, der verstehe wirklich nichts von der Materie – ist damit auch der Zuger Stadtrat gemeint? Der hat den Eigentümern nämlich sehr wohl «aufgezeigt, wie die Liegenschaften saniert und erweitert werden könnten», wie er in der Beantwortung der Interpellation vom April 2015 ausführt. Ausserdem bedauert er, dass mit der Entwicklung des Areals durch die Grundeigentümer ausserordentlich günstiger Wohnraum verloren gehe. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ausser vielleicht die Tat­sache, dass mit der Bewohnerschaft mehrere Generationen Industriegeschichte entsorgt werden sollen. Daran ändert auch feigenblättriger Denkmalschutz im übrigen Isos-Gebiet nichts.

Adrian Hürlimann, Zug

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