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Amtliche Irreführung

«Kanton profitiert vom Ausbau», Ausgabe vom 10. Dezember

Mit jeder Verlautbarung zum Bahnausbau sinkt die Glaubwürdigkeit des Zuger Volkswirtschaftsdirektors, letztmals im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 10. Dezember. Einmal mehr unterschlägt er die massiven Nachteile des Zimmerberg-Basistunnels II (ZBT II) Thalwil Nidelbad (im Berginnern)–Baar Litti. Erneut redet er «Zimmerberg light» (ZBL) schlecht, den Doppelspurausbau auf der Stammstrecke zwischen Horgen Oberdorf und Baar Litti. Matthias Michels Aussagen dürfen nicht unwidersprochen bleiben.

Dank ZBT II «verkürzen sich die Fahrzeiten je nach Ausgangspunkt um sechs bis zwölf Minuten.» Massgebliche Ausgangspunkte eines Tunnels sind die beiden Portale, und dazwischen gibt es keine Bandbreite für einen Zeit­gewinn.

ZBL: «Die Idee Zimmerberg light wurde eingehend untersucht und vom Bundesrat verworfen.» Auf einen seriösen, substanziellen Variantenvergleich warten wir bis heute.

ZBL: «Thalwil müsste zum massgebenden Knoten ausgebaut werden, was baurechtlich wegen notwendiger massiver Enteignungen und Häuser­abrisse kaum durchsetzbar wäre.» Dem Portal des Doppelspurtunnels Zürich–Thalwil (ZBT I) mussten seinerzeit drei Wohnhäuser, eine Tiefgarage und eine Scheune weichen, ohne dass es zu Verzögerungen kam; die Auto-Einstellhalle wurde auf Bahnkosten verlegt. «Massgebender Knoten»: Für das fehlende bergseitige Gleis am Nordkopf des Bahnhofs waren bereits einmal 40 Mil­lionen Franken bewilligt, aber das dringliche Vorhaben wurde suspendiert, um den ZBT-II-Argumentationsnotstand nicht zu verschärfen. Entschädigungen für betroffene Altliegenschaften, von denen eine bereits den SBB gehört, sind in den obgenannten Kosten eingeschlossen.

ZBL: «Der theoretische Vorteil einer etappierten Vorgehensweise führt dazu, dass die Realisierung bis zum Vollausbau sehr lange dauert und während Jahren unter Betrieb gebaut werden müsste.» Grundfalsch! Wie gegenwärtig beim neuen Albulatunnel Preda–Spinas der RhB kann die zweite Röhre parallel zum Albistunnel Sihlbrugg–Baar Litti und die neue Doppelspur Horgen Oberdorf–Sihlbrugg getrennt vom Normalbetrieb erstellt werden. Der Bau-Installationsplatz über der Sihl tangiert zudem kein Baarer Landwirtschafts- und Naherholungsgebiet wie im Fall des ZBT II. ZBT II: «Parallel zur Stadtbahn wird es bis zu vier zusätzliche Regio-Express-Züge pro Stunde geben, die in Rotkreuz, Cham, Zug und Baar anhalten.» Unnötiges Wunschdenken auf Kosten der Steuerzahler. Fazit: Von einem Magistraten wirken Stellungnahmen auf einem solchen Niveau befremdend.

Gerhard Schmid, Cham

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