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An dieses Quartier wird nun der ganze Verkehr delegiert

«Beromünster erhält ein neues Quartier», Ausgabe vom 18. Juli
Cilly Kupper Weber und Simon Meyer, Interessengemeinschaft Ober Brugg&gärbigass&ryn, Beromünster

Es ist erfreulich für Herrn Remund, dass er das Projekt, an dem er selber mitgearbeitet hat, als sehr gut einstufen kann. Es wird im Artikel auch mit grosser verbaler (PR-)Kelle angerichtet: Es gibt sehr viel Aufhebens um den Schutz einer Scheune und ihrer Nebengebäude, von denen dann letztlich aber nur das Volumen übrig bleibt. Diese Gebäude erhalten sogar die euphemistische Bezeichnung «Quartierzentrum» – nur besteht dieses aufgrund der aufliegenden Pläne neben einem Gemeinschafts- und einem Bastelraum vor allem aus Parkraum und Wohnungen.

Und es gibt auch eine Obstwiese – da wäre noch die Frage, ab wie vielen Bäumen man von einer Obstwiese sprechen kann. Vor allem aber schaffe die Planung «die Verbindung zu der durch Beromünster fliessenden Wyna» und biete «mit ihrer Struktur einen optisch passenden Zugang zum Stiftsbereich». Tatsache ist: Die neue Überbauung schliesst an das Gebiet Ober Brugg–Ryn–Gärbigass an, das genau die oben zitierten Kriterien seit Jahrhunderten erfüllt und heute einen vielfältig genutzten Lebensraum darstellt. An dieses Quartier wird nun der ganze entstehende Verkehr delegiert, indem man es zur einzig möglichen Zufahrt erklärt. Eine andere Verteilung hat man wohl nie geprüft, eine mögliche Teilvariante wurde sogar vor kurzem durch fehlende Planung und mangelnde Voraussicht der Behörden durch andere Neubauten verhindert. Es ist ein Hohn, bei 70 Wohnungen und rund 120 geplanten Parkplätzen von einem «gewissen Mehrverkehr» zu sprechen. Und es ist sehr seltsam, für ein neues Quartier Denkmalschutz und Anbindung an den historischen Kern zu beschwören und sich dabei nicht um die gewachsene Struktur des anstossenden Gebietes zu kümmern, das genau zu diesem historischen Kern gehört.

Cilly Kupper Weber und Simon Meyer,
Interessengemeinschaft Ober Brugg–Gärbigass–Ryn, Beromünster

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